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Ana, Julia und Rebeca Plesca reisen im Rahmen des EU-Programms "Erasmus +" in den fast 2000 Kilometer entfernte Rumänien um die "süße Seite" ihres Ausbildungsberufs weiter zu schulen.

Ausbildung mit Mehrwert für die Persönlichkeit und den Austausch

Eine Ausbildung mit spürbarem Mehrwert – diese bekommt man innerhalb der Berufsbildung der Ev. Stiftung Ludwig-Steil-Hof. „Unsere Jugendlichen bekommen neben den fachlichen Inhalten auf dem Weg zu einem erfolgreichen Berufsabschluss auch immer etwas mit, von dem sie persönlichkeitsbildend lebenslang profitieren. Das ist dem gesamten Team wichtig“, betont Bereichsleiterin Marion Fricke. Die Agentur für Arbeit beziehungsweise das Jobcenter (Amt proArbeit) des Kreises Minden-Lübbecke fördern die Ausbildungsmöglichkeiten der Berufsbildung und geben die Freiheit für Maßnahmen zur persönlichen Weiterentwicklung. Diese ist zum Beispiel über das Projekt „Lernen in Europa“ der Wirtschaftsakademie Schleswig Holstein möglich. Es wird seit 2015 im Rahmen des EU-Programms „Erasmus+“ durchgeführt.

„Ich habe nicht lange überlegen müssen, als mir kürzlich die Möglichkeit geboten wurde, in einem anderen Land zu arbeiten und zu lernen“, erklärt Tayler Eeles mit sichtbarer Freude. Er wird Fachpraktiker für Holzverarbeitung und befindet sich im ersten Ausbildungsjahr. Für ihn geht es in den nächsten Tagen für zwei Wochen nach Wien, um dort in einer traditionsreichen Tischlerei mitzuarbeiten. „Für unser Nachbarland Österreich habe ich mich deshalb entschieden, weil ich gespannt bin zu erfahren, ob sich die dortige Kultur und die teilweise noch traditionelle Architektur und Bauweise auch praktisch auf die Tätigkeiten im Holzhandwerk auswirkt“ sagt er und ergänzt: „Eine mögliche Sprachbarriere wollte ich bei meinen ersten Erfahrungen im Ausland vermeiden, kann aber sicher praktisch eine ganze Menge lernen und mich persönlich weiterentwickeln“.

Ein kurzer Ortswechsel: Drei angehende Hauswirtschafterinnen reisen mit viel Herz und Energie im Gepäck mit dem Auto fast 2000 Kilometer von Espelkamp nach Radauti, eine Stadt mit rund 24.000 Einwohnerinnen und Einwohnern im Nordosten Rumäniens. Anna und Rebeca Plesca sind Schwestern und die Cousinen von Julia Plesca. Alle drei haben familiäre Bezüge nach Rumänien. Eine interessante und bewegte Lebensgeschichte hat sie nach Espelkamp zum Ludwig-Steil-Hof gebracht. Alle möchten in ihrem Heimatland für drei Wochen arbeiten und in einer Konditorei die „süßen Seiten“ ihres vielseitig gefragten Berufs fachlich erweitern. Ganz nebenbei freuen sie sich darauf, so auch ihre persönliche Entwicklung und Selbstständigkeit ein ganzes Stück weiter voranzubringen und Dinge zu lernen und zu erleben, welche lebenslang ihre Biographie bereichern werden. „Gearbeitet haben wir in unserer Heimat noch nicht und freuen uns auf das, was kommt“, sagen alle drei übereinstimmend und selbstsicher.

„Interkulturelle Erfahrungen zu machen und durch Begegnung Fremde zu Freunden werden zu lassen, kann gerade in der heutigen Zeit nur helfen“, ergänzt Michael Biesewinkel und erfährt mit der Aussage viel Zustimmung von den Jugendlichen. Er ist Sozialarbeiter in der Berufsbildung. Von ihren Erfahrungen werden die motivierten Fachkräfte von morgen nach dem Austausch ausgiebig berichten.

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Tayler Brian Eeles freut sich auf erste Auslandserfahrungen in Wien und schätzt kulturelle Vielfalt.