Startseite » Ein Vierteljahrhundert im Dienst für den Nächsten
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Die vereinigten Posaunenchöre von Espelkamp und Isenstedt-Frotheim unter der Leitung von Kantor Tobias Krügel führten schwungvoll und weithin hörbar in den Gottesdienst ein. Diakonin Liane Stork machte wenig später die besondere Bedeutung des Pfingstfestes deutlich: „Wir feiern heute den Geburtstag der Kirche durch die Erinnerung an die Ausgießung des Heiligen Geistes. Wir erinnern uns gemeinsam auch daran, dass wir sein Wirken in Freude und spürbarem Frieden bei den Menschen erleben können, die sich durch ihn leiten lassen.“
Nach weiteren musikalischen Einlagen der Posaunen und gehaltvollen Gesängen erinnerte Pfarrer Friedrich Stork in seiner Predigt daran, dass früher nicht immer alles besser war – auch ganz früher nicht. Er beleuchtete die Zeit des Apostels Paulus, dessen Missionsreisen die Verbreitung des christlichen Glaubens förderten und lange festigten, jedoch auch Anfeindungen mit sich brachten. Paulus appellierte aus dem Gefängnis heraus an Einigkeit und Liebe, aus denen heraus man nicht dem nächstbesten Geist folgt. Pfarrer Stork betonte, dass die Kirche auch heute eine Lehre habe, über die diskutiert werden dürfe, wobei nicht jede Ansicht richtig sein könne. Wichtig sei, dass Menschen sich mit ihren Ansichten gegenseitig aushalten und wachsen lassen. Gegenseitiges Niedermachen und Ausgrenzen seien leider häufig in unserer heutigen Gesellschaft zu spüren. Stork schloss: „Wer sich demütig zurücknimmt und sich mit Abstand betrachtet, kann andere neben sich stark sein lassen.“
Der Vorstand der Ev. Stiftung Ludwig-Steil-Hof, Pfarrer Stefan Bäumer, trat wenig später ans Mikrofon und bekannte, dass er in den folgenden Minuten einer Aufgabe nachkommen könne, welche zu den erfreulicheren Aufgaben eines Vorstands gehören würde – der Verleihung des Kronkreuzes der Diakonie an drei langjährige und verdiente Mitarbeitende. „25 Jahre in den Dienst an den Menschen zu stellen, das ist für viele ein großer, wenn nicht der größte Teil ihres Berufslebens“, erinnerte er und machte darüber hinaus deutlich, dass Arbeitszeit eben auch Lebenszeit ist. Ferner machte er deutlich, dass jede Minute dieser Zeit für eben jene, denen die Arbeit zuteil wurde, wichtig und damit im höchsten Maße sinnhaft war. „Wenn es schon in Industrieunternehmen heute eher selten geworden ist, ein Vierteljahrhundert für einen Arbeitgeber tätig zu sein, so gilt dies noch ungleich mehr in der Sozialwirtschaft, da eben dieser Arbeit in der Gesellschaft nicht immer der Stellenwert zugemessen wird, den sie verdienen würde“, unterstrich Stefan Bäumer. Anders als in so manchen Nachbarländern. Wenig später überreichte Stefan Bäumer dann das Kronkreuz und die dazugehörigen Urkunden an: Irina Klassen (Seniorenhilfe), Peggy Meerkötter-Puller (Seniorenhilfe) und Bettina Pchayek (Verwaltung).
Nach diesem bewegend-schönen Teil des Pfingstmontags bestand bei einem Kaffee noch die Möglichkeit für Gespräche und Begegnungen, unter anderem auch mit den Jubilaren.