Auf der Suche nach dem guten GrundStärkung für junge Lebenswege
Grundsätzlich gehen wir in der Jugendhilfe von der Annahme des „Guten Grundes“ aus. Das heißt, dass es gute Gründe für Konflikt- und Problemlagen in Familien gibt.
Diese wollen wir verstehen, um Erklärungen zu finden und neue Lösungswege zu erarbeiten. Idealerweise gelingt uns das in einer Erziehungspartnerschaft gemeinsam mit Eltern / Sorgeberechtigten.
In unserer Zusammenarbeit mit den Sorgeberechtigten und jungen Menschen greifen wir auf deren Kompetenzen und Fähigkeiten zurück, um alternative Handlungsmuster zu entwickeln, unter Berücksichtigung der Kinderrechte und des Kinderschutzes.
Gemeinsam neue Wege gehenJede Familie hat ein Recht auf Hilfe zur Erziehung
Familien, Kinder und Jugendliche erhalten Hilfe zur Erziehung bei Problemlagen und Konflikten, die allein nicht mehr zu bewältigen sind. Hierfür hält unsere Jugendhilfe verschiedene Hilfeangebote vor, die über eine Vermittlung durch den Allgemeinen Sozialen Dienst des örtlich zuständigen Jugendamtes zustande kommen kann. Die Gesetzesgrundlage hierfür ist im SGB VIII, §27ff, zu finden.
So kommt es zur Hilfe:
1. Schritt
Das Jugendamt plant ein erstes Kennlern- und Hilfeplangespräch, an dem die Familie, das Jugendamt und wir, als Jugendhilfeanbieter teilnehmen. Im Hilfeplangespräch werden die zu erarbeitenden Ziele formuliert, an denen im festgelegten Hilfezeitraum gemeinsam gearbeitet wird.
2. Schritt
Das Jugendamt plant ein erstes Kennlern- und Hilfeplangespräch, an dem die Familie, das Jugendamt und wir, als Jugendhilfeanbieter teilnehmen. Im Hilfeplangespräch werden die zu erarbeitenden Ziele formuliert, an denen im festgelegten Hilfezeitraum gemeinsam gearbeitet wird.
3. Schritt
Jetzt kann die Hilfe und Zusammenarbeit zwischen der Familie, dem jungen Menschen und unserer Jugendhilfe beginnen. In der Regel erfolgt im Abstand von 6 Monaten eine gemeinsame Überprüfung durch aller am Hilfeprozess beteiligten Personen.
Wir bieten...
… vielfältige Bausteine in einem System unterschiedlicher Erziehungs- und Jugendhilfeangebote, die sowohl in
Diese sind eng miteinander verbunden und fachlich untereinander vernetzt.
Mit Herz und PrinzipienUnser Leitbild
Wir fragen nicht, warum bist du, wie du bist? Wir fragen, was ist dir passiert und was kann dir jetzt helfen, damit du dich sicher und geborgen weiterentwickeln kannst?
Unsere Jugendhilfe hält einen sicheren Ort für junge Menschen vor, an dem die fachliche Begleitung mit einer inneren Haltung von Humor, Natürlichkeit, Optimismus, Respekt und Kreativität geprägt ist. Unseren Alltag gestalten wir ressourcen- und lösungsorientiert und achten dabei auf Sparsamkeit, Sorgfalt, Ordnung, Struktur und Gesundheit.
Wir verstehen uns als wesentlichen Teil der Erziehungsgemeinschaft für jeden einzelnen jungen Menschen, der unsere Unterstützung erhält. Wir achten seine Herkunft, seine geschlechtliche und religiöse Identität mit allem Entwicklungs- und Förderbedarf und allen Ressourcen und individuellen Stärken.
Haltung im pädagogischen Alltag Wertekompass
Unsere Haltung im pädagogischen Alltag ist geprägt von Werten, die sich in diesem Wertekompass wiederfinden. Er zeigt, was uns wichtig ist – gegenüber Klient/innen, Kolleg/innen und Kooperationspartner*innen.

Verantwortung & Verlässlichkeit
Wir übernehmen Verantwortung für unser Tun und sind verlässliche Ansprechpartner/innen. Auf unser Wort ist Verlass – für die Menschen, mit denen und für die wir arbeiten.

Toleranz & Respekt
Wir achten Vielfalt und begegnen allen Menschen unabhängig von Herkunft, Religion, Weltanschauung oder Lebensweise mit Offenheit und Respekt.

Achtung & Achtsamkeit
Wir gehen achtsam mit uns selbst, miteinander und mit unseren Ressourcen um. Jeder Mensch wird in seiner Würde geachtet und ernst genommen.

Freude an der Arbeit, am Lernen & Lehren
Wir gestalten unseren Arbeitsalltag mit Neugier, Motivation und Freude. Lernen ist für uns ein kontinuierlicher, gegenseitiger Prozess – Wissen teilen gehört dazu.

Partnerschaftlichkeit & Teamwork
Gemeinsam sind wir stark: Wir arbeiten auf Augenhöhe zusammen, unterstützen einander und pflegen eine offene, kooperative Zusammenarbeit.

Ehrlichkeit & Loyalität
Wir kommunizieren offen und ehrlich. Loyalität bedeutet für uns, auch in schwierigen Situationen zueinander zu stehen – ehrlich, fair und vertrauensvoll.

Tradition und Sicherheit
Wir pflegen Traditionen und Rituale, die eine Form der Sicherheit vermitteln und zur Teilhabe am gesamtgesellschaftlichen Leben hinführen.
Grenzwahrender Umgang und sichere OrteDas Schutzkonzept der Jugendhilfe
Kinder und Jugendliche brauchen sichere Orte, an denen sie sich entwickeln können. Um dies zu gewährleisten, achten wir das Kinderjugendstärkungsgesetz (KJSG, SGB VIII, 2021 in Kraft getreten) und verfügen über ein differenziertes Schutzkonzept. Dieses definiert den Schutz vor (sexueller) Gewalt und stärkt eine grenzachtende und achtsame Kultur mit klaren Strukturen und einem präventiven Ansatz.
- Wichtige Grundsätze des Schutzkonzepts:
- Verantwortungsvolle Haltung: Eine grenzwahrende Kultur wird aktiv gefördert – durch Offenheit, klare Werte und professionelle Begleitung.
- Prävention: Schutz beginnt mit Verantwortungsübernahme und Enttabuisierung durch Aufklärung, Schulung und Sensibilisierung.
- Beteiligung: Kinder und Jugendliche werden altersgerecht über ihre Rechte informiert und in Entscheidungen einbezogen.
- Verhalten in Grenzsituationen: Beachtung und Vermittlung eines angemessenen Nähe- und Distanzverhaltens sowie die Verpflichtung zur Beachtung unseres Verhaltenskodexes.
Starke Beteiligung für starke PersönlichkeitenPartizipation / Beteiligung / Beschwerde
Wir haben im Bereich der Jugendhilfe eigene Beteiligungs- und Beschwerdekonzepte.
Zusammengefasst stehen im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit und unserer Planungen die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen. Ihre Rechte sind uns genauso wichtig, wie die der Erwachsenen. Partizipation bedeutet für uns die möglichst frühzeitige und umfassende Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen in sie betreffende Entscheidungsprozesse.
Die uns anvertrauten jungen Menschen können sicher sein, dass deren Meinung und Recht bei uns Beachtung und Respekt findet. Dahingehend werden sie bei uns insbesondere gefördert und gefordert hinsichtlich:
- Möglichkeiten der Konfliktbewältigung
- der Stärkung ihres Selbstbewusstseins
- der Bildung einer eigenen Meinung
- der Verantwortungsübernahme für ihre Entscheidungen
- des Tolerierens anderer Meinungen und Standpunkte
- der fairen Austragung von Meinungsverschiedenheiten
Die jungen Menschen erhalten die Möglichkeit, ihre Interessen und Beschwerden auf verschiedene Wege anzubringen, z.B. über einen Jugendhilfe-Briefkasten, per Mail, o.ä.
Um deren Belange kümmert sich ein von den jungen Menschen demokratisch gewähltes Gremium – Interessenvertretungsausschuss. Dieser besteht aus vier Mitarbeiterinnen der Jugendhilfe.
Fragen zur Jugendhilfe?Bereichsleitung
Michaela Wetter
Dipl. Sozialpädagogin, Supervisorin DGSV
Bereichsleiterin
Mechthild Schnieder
Dipl. Sozialwissenschaftlerin, Mediatorin, Kinderschutzfachkraft
Bereichsleiterin, Hilfe zuhause
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