Künstler Dennis Herb (stehend) leitete ein generationenübergreifendes Kunstprojekt der Evangelischen Stiftung Ludwig-Steil-Hof. Gefördert wurde es durch Kollektenmittel der Diakonie RWL unter dem Motto „Demokratie stärken". Neben ihm im Rollstuhl sitzt Bewohnerin Regina Bodemann, die sich künstlerisch dem Motiv der Blumen widmete.
Künstler Dennis Herb (stehend) leitete ein generationenübergreifendes Kunstprojekt der Evangelischen Stiftung Ludwig-Steil-Hof. Gefördert wurde es durch Kollektenmittel der Diakonie RWL unter dem Motto „Demokratie stärken". Neben ihm im Rollstuhl sitzt Bewohnerin Regina Bodemann, die sich künstlerisch dem Motiv der Blumen widmete.

Kreativität verbindet Generationen

Farben, Formen und Geschichten haben in den vergangenen Monaten Menschen unterschiedlicher Generationen miteinander verbunden. Das generationenübergreifende Kunstprojekt der Evangelischen Stiftung Ludwig-Steil-Hof, das durch Kollektenmittel der Diakonie RWL unter dem Motto „Demokratie stärken“ gefördert wurde, ist nun abgeschlossen und hinterlässt bei allen Beteiligten bleibende Eindrücke.

Seit April arbeiteten Bewohnerinnen des Volkeninghauses gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der internationalen Klassen der Bischof-Hermann-Kunst-Schulen kreativ zum Thema „Erinnerungen“. Unter der Leitung des Künstlers Dennis Herb entstanden individuelle Werke mit Aquarellfarben, Zeichnungen und Sprühtechnik. Bei gutem Wetter wurde häufig unter freiem Himmel gearbeitet. Ein kreativer Raum, der Austausch, Begegnung und gegenseitiges Kennenlernen förderte. Für Dennis Herb stand dabei nicht das fertige Kunstwerk allein im Mittelpunkt, sondern die Entwicklung jedes Einzelnen. „Mich hat beeindruckt, wie sehr die Teilnehmenden im Laufe der Monate Vertrauen in ihre eigene Kreativität entwickelt haben. Einige verfügen über ein künstlerisches Gespür, das unbedingt weiter begleitet werden sollte.“

Wie unterschiedlich sich Erinnerungen künstlerisch ausdrücken lassen, zeigte sich in den entstandenen Arbeiten. So widmete sich beispielsweise Bewohnerin Regina Bodemann immer wieder dem Motiv der Blumen. Mit denselben Farben, aber immer neuen Techniken und Stilrichtungen entwickelte sie eine eindrucksvolle Werkreihe, die ihre persönliche Handschrift erkennen lässt. Jedes Werk erzählt dabei auf seine Weise eine eigene Geschichte und macht sichtbar, wie vielfältig Perspektiven sein können.

Auch wenn das gemeinsame Projekt nun endet, bleibt die Vorfreude auf den nächsten Höhepunkt: Im November sollen die entstandenen Werke im Rahmen einer Vernissage öffentlich präsentiert werden. Derzeit sucht die Evangelische Stiftung Ludwig-Steil-Hof noch nach einem geeigneten Ausstellungsort, damit möglichst viele Menschen die beeindruckenden Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit erleben können.

Das Projekt hat gezeigt, wie Kunst Generationen verbindet, Vorurteile abbaut und Begegnungen ermöglicht. Aus anfänglicher Neugier entstanden Gespräche, gegenseitige Wertschätzung und gemeinsames Lernen. Wenn Menschen einander zuhören, unterschiedliche Lebensgeschichten kennenlernen und miteinander kreativ werden, wächst Verständnis füreinander und genau das stärkt auch unser demokratisches Miteinander.