Historischer Büttemeyer Hof in Isenstedt mit weiß-schwarzem Fachwerk und rotem Ziegeldach an einem sonnigen Tag.
Der denkmalgeschützte Büttemeyer Hof in Isenstedt (Lübbecker Straße 14) öffnet am Sonntag, 13. September, von 13:00 bis 17:00 Uhr seine Türen zum Tag des offenen Denkmals. Foto: Ev. Stiftung Ludwig-Steil-Hof

Wo alte Eichenbalken auf junge Ideen treffen

Alte Gebäude bestehen aus Mauern die Geschichte erzählen. Jedenfalls im sprichwörtlichen Sinne. Ein solches Gebäude ist auch der Büttemeyer Hof an der Lübbecker Straße 14 in Isenstedt. Unweit der Hauptstraße fällt das recht große Gebäude mit dem einladend begrünten Grundstück und den auffallenden Remisen im Vordergrund sofort ins Auge und lädt zum Verweilen ein.

Zur Infrastruktur einer Region gehören dabei nicht nur Schienen und Brücken, sondern vor allem die sozialen Netzwerke einer Region. Passend zum aktuellen Denkmaltag-Motto „NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur“ beweist der Hof eindrucksvoll, wie ein historisches Bauwerk als verlässlicher Knotenpunkt für Handwerk, Bildung und Gemeinschaft dient. Die Ursprünge des Gebäudes gehen auf das Jahr 1806 zurück. Nicht zuletzt deshalb stehen die Türen zum „Tag des offenen Denkmals“ am 13. September von 13:00 bis 17:00 Uhr auch in diesem Jahr wieder offen.

Der Büttemeyer Hof befindet sich im Eigentum der Stadt Espelkamp und wird seit vielen Jahren von der Berufsbildung der Ev. Stiftung Ludwig-Steil-Hof mit Leben gefüllt. Gerade werktags kann man nicht nur den Geruch von frischem Holz wahrnehmen sobald sich die Türen öffnen, sondern auch das ein oder andere Hämmern oder Sägen, denn in der Ausbildungswerkstatt werden angehende Fachpraktiker für Holzverarbeitung und Tischler im Auftrag der Agentur für Arbeit beziehungsweise dem Jobcenter des Kreises Minden-Lübbecke ausgebildet. Im ersten Stock des Gebäudes ebnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Maßnahme „Perspektive Arbeit“ auf verschiedene Weise und individuell abgestimmt den Weg in die Berufswelt. „Wer uns in diesem Jahr besucht, der darf sich auf interessante Führungen durch unser eindrucksvolles Gebäude und über das Gelände freuen.“, erklärt Tischlermeister Dietmar Horstmann mit sichtlichem Stolz.

Auch das Außengelände ist ein echter Magnet. Im Naschgarten und auf der Wildblumenwiese lässt es sich wunderbar entspannen. Wer ein wenig Schwung in den Sonntag bringen möchte, versucht sein Glück auf der Minigolfanlage des Areals, die vor einigen Jahren mit Fördermitteln des Bündnisses ländlicher Raum ins Leben gerufen wurde. Für das leibliche Wohl sorgt ein engagiertes Team mit Kuchen und frischem Kaffee. Sicher sind spannende Stunden, die Handwerk, Geschichte und geselliges Beisammensein perfekt miteinander verbindet.