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Ausbildung
Qualifikationen
Die Ausbildung oder Projektteilnahme in der Berufsbildung der Evangelischen Stiftung Ludwig-Steil-Hof ist weit mehr als nur das bloße Erlangen von Wissen oder eines qualifizierten Berufsabschlusses. Es geht darum, die individuellen Fähigkeiten und Talente jedes Einzelnen zu fördern und sogar neu zu entdecken. „Immer wieder überlegen wir uns im Team, wie wir besondere Angebote machen können und stecken dabei immer wieder neu Grenzen und Möglichkeiten ab“, betont Mitarbeiterin Heike von der Forst.
Ein eindrucksvolles Beispiel für diesen kreativen Ansatz konnte kürzlich am Büttemeyer Hof, dem ältesten Gebäude Isenstedts, erlebt werden. Dort galt es, einen Zaun in unmittelbarer Nähe der hauseigenen Minigolfanlage zu errichten. „Wir hätten einfach Zaunlatten kaufen und diese schnell anbringen können, denn im Büttemeyer Hof werden unter anderem unsere Fachpraktiker für Holzverarbeitung und die Tischler ausgebildet, aber das war uns zu einfach“, ergänzt Heike von der Forst. Stattdessen entstand die Idee eines kreativen Wettbewerbs, der über mehrere Wochen hinweg umgesetzt wurde.
Alle Auszubildenden der verschiedenen Ausbildungsgruppen der Berufsbildung erhielten die Aufgabe, jeweils eine oder mehrere Zaunlatten kreativ zu gestalten. Darüber hinaus beteiligten sich auch die Teilnehmenden der verschiedenen Projekte der Berufsbildung. Der Fantasie waren dabei keine Grenzen gesetzt. Als besonderen Anreiz winkten für die schönsten Werke Gutscheine zur Erfüllung kleiner persönlicher Wünsche. „Als ich zum ersten Mal von dem Projekt hörte, konnte ich mir nicht so viel unter der Idee vorstellen, war aber dennoch sofort offen dafür“, bekannte Jens Bökenkröger. Er ist einer der beiden Bereichsleiter der Beruflichen Bildung. Umso beeindruckter zeigten er und alle Anwesenden sich, als vor wenigen Tagen das Gesamtwerk begutachtet werden konnte. Eine Zaunlatte war dabei kreativer als die andere und trug dabei immer auch eine ganz persönliche Note des jeweiligen Künstlers. „So einen Zaun gibt es nur bei uns und ich hätte nie gedacht, dass ich so viel gestalterisches Talent habe. Daran kann ich mich jetzt im Vorbeigehen täglich erfreuen“, erklärte einer der Teilnehmenden auf Nachfrage.
Auf dem einladenden Gelände des Büttemeyer Hofs an der Isenstedter Straße wurden kürzlich die Gewinner des einzigartigen Projekts ausgelost. Ein umfangreiches Rahmenprogramm lud zum Verweilen ein und bot zahlreiche Aktivitäten. So gab es verschiedene Stationen, bei denen unter anderem Minigolf gespielt, eine Schnitzeljagd veranstaltet oder Wikinger Schach gespielt werden konnte. „Wir wollten nicht nur besondere Kreativität beim Zaunprojekt belohnen. Diese ist bei allen Menschen sehr unterschiedlich ausgeprägt. Deswegen haben wir auch einen Gutschein an denjenigen verlost, der möglichst viele der Stationen am heutigen Tag absolviert hat“, erklärte Mitarbeiter Frank Diekmann. Dafür wurden Laufkarten ausgefüllt. Pizza und verschiedene Salate rundeten wenig später eine rundum gelungene Veranstaltung ab. Alle Anwesenden waren sich in der Rückschau einig, dass die Veranstaltung und auch das Projekt ein voller Erfolg waren. „Solche Projekte fördern nicht nur die fachlichen Fähigkeiten der Auszubildenden und Projektteilnehmer, sondern auch ihre Kreativität und Teamfähigkeit, was sie bestens auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet“, resümierte Bereichsleiterin Marion Fricke.
Den Weg für eine bestmögliche berufliche Zukunft ebnen – das ist seit mehreren Jahrzehnten Triebfeder der Mitarbeitenden der Beruflichen Bildung des Ludwig-Steil-Hofs. Neben der Ausbildung in verschiedensten Berufen ergänzen mehrere Projekte das Angebot. „Je nach individuellem Unterstützungsbedarf fördern wir ganz individuell dort, wo es gerade nötig ist“, erklärt Jens Bökenkröger. Finanziert werden die einzelnen Angebote unter anderem von der Agentur für Arbeit beziehungsweise dem Jobcenter Amt Pro Arbeit des Kreises Minden-Lübbecke.