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In der täglichen Arbeit des Ludwig-Steil-Hofs wird deutlich, dass soziale Infrastruktur kein bloßer Kostenfaktor ist, sondern das Fundament eines funktionierenden Gemeinwesens. Aktuell jedoch gefährden weitreichende Sparpläne auf Bundesebene genau jene Angebote, die für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen Halt und Perspektiven schaffen. Die geplanten Einschnitte in der Kinder- und Jugendhilfe sowie in der Eingliederungshilfe drohen das soziale Netz unseres Landes empfindlich zu schwächen.
Dass diese Kürzungen besonders kritische Bereiche betreffen, unterstreicht Martin Jäger-Degenhard, Schulleiter der Schule am Buschkamp: „Gerade im Bereich der Schulbegleitung erleben wir, wie essenziell die Unterstützung für den Schulerfolg und die soziale Integration unserer Schülerinnen und Schüler ist. Eine Kürzung in diesem Bereich bedeutet eine direkte Gefährdung der Teilhabe. Wir nehmen den Kindern die Sicherheit und die nötige individuelle Unterstützung, die sie für ihren Schulalltag zwingend benötigen.“
Auch in der Psychosozialen Rehabilitation sind die Auswirkungen spürbar. Kristin Dau, Bereichsleiterin für diesen Bereich, betont: „Soziale Teilhabe ist ein Menschenrecht, keine freiwillige Leistung. Wenn wir die Unterstützung für Menschen mit Behinderungen kürzen, isolieren wir diejenigen, die unsere Solidarität am stärksten benötigen. Prävention und Begleitung sind heute essenziell, um ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.“
Dass es bei den Sparplänen um mehr als nur Zahlen geht, verdeutlicht Michaela Wetter, Bereichsleiterin Jugendhilfe: „Unsere tägliche Arbeit basiert auf dem Vertrauen der Familien. Wenn wir durch politische Entscheidungen gezwungen sind, Angebote in der Jugendhilfe auszudünnen, verlieren wir das Fundament dieser wertvollen Arbeit. Es ist wichtig, dass wir laut werden und zeigen, dass soziale Arbeit eine Investition in unsere gemeinsame Zukunft ist.“
Wir als Ev. Stiftung Ludwig-Steil-Hof teilen die Einschätzung der Diakonie Deutschland, dass diese Kürzungsabsichten kurzsichtig sind. Wer heute die Unterstützung für die Schwächsten in unserer Gesellschaft streicht, provoziert morgen weit höhere Folgekosten für das gesamte soziale System. Unter dem Motto „Wer jetzt kürzt, zahlt später drauf“ beteiligen wir uns deshalb an der gleichnamigen Kampagne der Diakonie.
Hintergrundinformationen zu den geplanten Einsparungen und der Kampagne der Diakonie finden Interessierte unter www.diakonie.de/sparplaene-kinder-jugend-eingliederungshilfe.